Gerhard Holzer

Gery Kunst und Liebe zum Baum.

Geboren wurde ich 1953 in Südtirol/Italien. Nach meiner Lehre als Kunstschmied kam ich berufsbedingt nach Thannhausen, wo ich heute noch zuhause bin. 1982 bin ich auf der IGA in München das erste Mal auf Bonsai gestoßen und gleich mit dem "Bonsai-Virus" infiziert worden. Heute beanspruchen ca.200 Bäume in allen Entwicklungsstufen all meine freie Zeit für Pflege und Weiterentwicklung.

1985 trat ich dem Bonsai-Club Deutschland bei, für den ich seit Jahren 1-2 Bäume auf der Jahreshauptversammlung präsentieren durfte. Meine größten Erfolge bisher waren die Teilnahme 2007 am 6.Ginkgo Award "the best of Bonsai in Europe" in Belgien, 2009 auf der Jahreshauptversammlung in Erfurt mit 2 Preisen der Jury und dem B C D Ehrenpreis. 1993 gründete ich mit 9 weiteren Bonsai-Infizierten den Arbeitskreis Thannhausen, den ich nach ein paar Unterbrechungen heute wieder leite.

Der AK bedeutet für mich lockeres Zusammensitzen, Bäume besprechen, bearbeiten und gegenseitig Erfahrungen austauschen, ohne Stress und Verpflichtung.
Dabei sollte man nicht vergessen, dass Bonsai Freude, Erholung und Entspannung bedeutet.


Rudi Mueller

Ruudi Vor 10 Jahren bekam ich meinen ersten Bonsai geschenkt. Mich begeisterte dieses Bäumchen so sehr, dass ich nach ähnlichem Material in der Natur suchte und eifrig sammelte. Um mein Wissen zu vertiefen, abonnierte ich Fachzeitschriften, besuchte zahlreiche Workshops und schloss mich dem Arbeitskreis Thannhausen an.

Mein Hobby wurde mir immer wichtiger und ich suchte immer größere Herausforderungen. Auf den Vorschlag eines Bonsaifreundes hin bewarb ich mich beim deutschen Talentwettbewerb und qualifizierte mich für die EBA in München, was ein einschneidendes Erlebniss für mich war. Die Kunst ist, in vier Stunden aus einem Busch einen Pre-Bonsai zu gestalten (=Grundgestaltung). Bis zu einer gewissen Reife dauert es natürlich Jahre.

Ich geniesse es, zu Hause bei einer Pfeife meine Bäume stunden- oder sogar tagelang zu betrachten und zu formen (oft nur im Geiste). Mein Hauptziel ist das Arbeiten mit einheimischen Bäumen. Bei Workshops und Demos mit meiner Rohware, die ich selbst auf dem Feld aufbaue, kann ich mein Wissen umsetzen und weitergeben.


Josef Foerg

Birkensepp BONSAI-EVOLUTION

Das Leben hat mir gezeigt das alles einem Wandel unterliegt und so behaupte ich nun einfach: Bonsai hat mit Natur zu tun und folgt auch den Gesetzen der Evolution.
So sehe ich auch bei den Menschen, welche sich mit Bonsai befassen, unterschiedliche Stadien ihrer evolutionären Entwicklung .

Betrachte ich mich nun mal selbst und vergleiche mich einfachhalber mit den Insekten so denke ich das "Raupenstadium" schon hinter mir zu haben. In dieser Zeit habe ich alles in mich hineingefressen. Was irgendwie ein Baum war oder werden konnte, wollte ich haben, haben und haben.

Irgendwann hat man genug. Äußere Einflüsse sind meist notwendig um sich zu"verpuppen". Man zieht sich zurück,reift sozusagen,um dann eines Tages als Schmetterling aufzuwachen. Und so fliege ich nun als ein unscheinbarer Falter mal Tags mal Nachts mit zwei kleinen bunten, fast ein bißchen verrückten Farbtupfern in den Flügeln, in meiner näheren Heimat herum. Nun ja, nach Japan werde ich nicht fliegen können, dazu fehlt mir die Flügelspanne und das richtige Muster in meinen Flügeln.

P.S Manchmal suche ich schon ein Plätzchen um meine Eier abzulegen damit die kleinen dicken Falter mit den Farbtupfern nicht aussterben.
Womöglich muß ich mich noch virtuell fortpflanzen ???


Reiner Wolf

Bonsaiwolf Ich liebe es ganz besonders mit Pflanzen aus den Allgäuer Alpen zu arbeiten. Diese Bäume und deren Silhouetten haben meine Liebe zu Bäumen geweckt und geprägt.

Ich arbeite aber auch mit Pflanzensorten die nicht ursprünglich bei uns beheimatet sind oder bei uns eingebürgert wurden. Entscheident für mich ist nur, dass ich die Pflanze bei uns im Allgäu (bis zu -25°C) im Freien schadlos überwintern kann. Deshalb kommen für mich auch einige Pflanzen aus Baumschulen und Vorgärten als Ausgangsware in Betracht.

An diesem Hobby fasziniert mich vor allem das Suchen, Ausgraben und besonders das Gestalten eines Baumes zu einem Bonsairohling. Wenn ich im Allgäu unterwegs bin, gibt es zum Leidwesen meiner gesamten Familie kaum einen Baum oder Strauch der von mir nicht auf Bonsai-Tauglichkeit untersucht wird. Stellt sich eine mögliche Eignung heraus, versuche ich den Besitzer davon zu überzeugen, dass genau diese Pflanze in mein Yamadoribeet umziehen muß. Ab dann beginnt eine je nach Reifegrad des oberirdischen Teils und Güte des Wurzelballens eine 1 - 5 Jahre dauernde Wartezeit. Ist dann endlich der Zeitpunkt gekommen, in dem der Rohling aus dem Beet oder einer Anzuchtkiste in eine Schale umgetopft werden kann, zähle ich nahezu jeden Tag, der vergeht, bis mir der neue Austrieb anzeigt, dass ich ihn endlich gestalten kann. Beim Gestalten nutze ich alle mir zur Verfügung stehenden Hilfsmittel wie Draht, Eisenstangen, Oberfräse und auch Gasbrenner. Aber ich bin der Meinung, dass nicht jeder Baum, der einen beeindruckenden Wurzelfuss hat, durch Fräsen des Stammes zu einem Bonsai umgearbeitet werden sollte.

Ist eine Grundgestaltung an einem Baum abgeschlossen verliert dieser Bonsai für mich etwas an Anziehungskraft. Ich vermute, dass kommt daher, dass ich mir das Bild, welches der fertige Bonsai in einigen Jahren bieten wird, genau vorstellen kann. Viel größer ist mein Interesse für den nächsten Baum, der dann zur Gestaltung ansteht. Deshalb freue ich mir sehr, wenn mir Leute in Arbeitskreisen oder privat ihre Rohpflanzen zeigen und wir sie dann gemeinsam besprechen und gestalten. Aber um später einen guten Bonsai zu bekommen, reicht nur gestalten meist nicht aus. Um den gestalteten Baum zu optimieren und zur vollen Reife zu bringen, muss er ständig gezielt weiter bearbeitet und gefördert werden. Das heisst einen Verdickungsast hier wachsen lassen oder da eine Wurzel ansetzen usw..

Dadurch habe ich eigentlich nie einen Baum fertig, um ihn auszustellen. Jede Ausstellung bedeutet deshalb für mich, dass ich mich überwinden muss, einige Bonsai, die gezeigt werden sollen, in ihrer Entwicklung zu unterbrechen. Steht also eine Ausstellung an, habe ich keinen fertigen Bonsai zur Verfügung und ärgere mich über die Zusage zur Ausstellung, bis mich mein Freund Sepp mit seiner unvergleichlichen Art wieder motiviert.


Hermann Hagmann

(ehemaliger Arbeitskreisleiter, leider zu früh verstorben)

donaurieder Durch einen Freund hatte ich 1985 erstmalig Kontakt zu den Bäumchen in der Schale.
Seit dieser Zeit standen mal mehr, mal weniger Pflanzen bei uns herum und warteten darauf, eine Bonsaiähnlichkeit zu erreichen. Im Nachhinein betrachtet bestand mein größter Fehler darin, dass ich (fast) alleine für - und vor mich hinwurschtelte .

2001 stieß ich im Internet durch Zufall auf das Yamadori Bonsaiforum, in dem ich auch heute noch unterwegs bin. Durch dieses und andere Bonsai Foren entwickelten sich sehr schnell Kontakte quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und verrückterweise auch zu Bonsaianern in meiner näheren Umgebung.

Pflichttermine sind für mich die Frühjahr- und Sommer-Arbeitstreffen bei Detlef Goroll und Gerhard Vorderwülbecke, die Bayerischen Bonsaitage, die Jahreshauptversammlung des BCD und sonstige interessanten Ausstellungen und (last but not least) natürlich jedes Arbeitskreistreffen in Thannhausen. Nebenher versuche ich noch die "Bonsairunde Donauried" auf die Beine zu stellen und mit meiner Frau den Brennofen mit Bonsaischalen und ähnlichem voll zu bekommen.


Josef Kindl

bebo Meinen ersten Kontakt zu Bonsai hatte ich im Sommer 1988 durch einen Nachbar. Dieser besaß etwa 5 kleine Bäumchen und gab mir ein kleines Bonsai-Buch zum Lesen. Fasziniert von der Tatsache, dass diese Bäume in der Schale über viele Jahre erfolgreich kultiviert und gepflegt werden, war mein Interesse an Bonsai geweckt. Nach dem Motto: "Je kleiner Baum und Schale - desto mehr Bonsai" machte ich meine ersten Schritte mit gesammelten 2-5 jährigen Pflänzchen. Vier Bäume aus dieser Zeit habe ich heute noch in meiner Sammlung.

Im Jahr 1991 trat ich als Mitglied beim BCD ein. Im Febr. 1993 war ich bei der Gründung unseres Arbeitskreises beteiligt. Dort lerne ich immer noch, was Bonsai eigentlich bedeutet. Seit dieser Zeit bin ich u. a. für die Finanzen und die Chronik im AK zuständig. In den 90er Jahren habe ich mit meinem Freund Gerhard einzelne Bäume bei den Bayerischen Bonsai- Tagen und auch bei BCD-Veranstaltungen ausgestellt.

Zur Zeit pflege ich etwa 40 Bäume in meinem kleinen Garten. Ich versuche mich mit gelegentlichen Workshops, dem Lesen, div. Zeitschriften und Büchern, sowie dem Besuch von Ausstellungen auf dem Laufenden zu halten, wobei die regelmäßigen AK-Treffen für mich unverzichtbar und wichtig sind.

Das Arbeiten mit Bonsai ist für mich entspannend, beruhigend ( manchmal auch frustrierend ;-) und aufregend zugleich. Wie wohl ich mich in unserem Arbeitskreis bei meinen Bonsai-Freundinnen und Freunden fühle, zeigt auch die Tatsache, dass ich bei unseren bisherigen 181 Treffen über 170mal dabei war!


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